Ordination Schloß Puchenau
Karl-Leitl-Strasse 1
4048 Puchenau
T: 0660 1365302
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Ordinationszeiten:
Mo, Fr: 8:00 bis 16:00 Uhr
Di: 9:00 bis 16:00 Uhr
Kurzlinks
Links & Rechtliches
zwenn Zuckeralkohol zum Problem wird
Inhaltsangabe
Sorbit oder Sorbitol ist ein Zuckeralkohol und hört sich als Zuckeraustauschstoff fürs erste so an, als würde er „nur“ in künstlichen Lebensmitteln wie Kaugummi oder Fertiggerichten stecken.
Dabei kommt Sorbit auch natürlich in manchen Obst- und Gemüsesorten vor.
Äpfel, Birnen, Brombeeren, Cranberrys, Weintrauben, Steinobst (Datteln, Zwetschken, Marillen, Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen) enthalten von Natur aus viel Sorbit. Dies gilt auch für diese Obstsorten in verarbeiteter Form wie z.B: Trockenobst, Fruchtsäften, Fruchtjoghurt etc.
Sorbithältige Gemüse sind Pilze, Algen (z.B. Sushi), Melanzani, Stangensellerie, Blumenkohl, Weißkohl, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Karfiol, Fenchel, Paprika etc. Vor allem fertige Gemüsemischungen enthalten häufig Sorbit.
Für die Verstoffwechselung von Sorbit wird kein Insulin benötigt, deshalb wird es auch häufig zum Süßen von Diabetikerlebensmitteln verwendet. Somit findet es sich auch in zuckerreduzierten- oder zuckerfreien Kaufgummis, Zuckerl, Vitamin- und Brausetabletten, sowie auch in zuckerreduzierter Marmelade, Softdrinks bis hin zu Lifestyle Getränken wie Mineralwasser mit div. Geschmäckern.
Eine schlechte Nachricht für Freunde des Bieres: Auch in Bier ist Sorbit enthalten. Auch Rotwein enthält größere Mengen an Sorbit.
Da Sorbit hygroskopische (feuchtmachende) Eigenschaften hat, wird er auch von der Lebensmittelindustrie verwendet, um Kaugummis, Zahnpasta oder auch Süßigkeiten, Marzipan, Schokoladen- und Pralinenfüllungen, Fertigbackwaren, Fertigteigen, Fertigpizza, Toastbrot oder Fertigmehlspeisen etc. vor dem Austrocknen zu schützen. In diesem Fall taucht er häufig unter der Bezeichnung E420 auf der Liste der Inhaltsstoffe auf. Sorbit ist auch in Emulgatoren wie E 432, E433, E434, E435 sowie E436 enthalten.
Die Symptome einer Intoleranz können sich an typischen Verdauungsbeschwerden, aber auch in unspezifischen Allgemeinsymptome zeigen:
Verdauungsbeschwerden
Allgemeinsymptome
Mit einem H2 Atemtest mit der Testsubstanz Sorbit. Bei einer Sorbitintoleranz kann der Dünndarm Sorbit nicht oder nur begrenzt aufnehmen. Das unverdaute Sorbit gelangt in den Dickdarm, wo es von Bakterien fermentiert wird. Dieser Prozess produziert Gase – unter anderem Wasserstoff, welcher die Darmwand passiert und über den Blutkreislauf in die Lunge gelangt, wo er dann abgeatmet und durch einen Atemtest gemessen werden kann. Ist die abgeatmete Konzentration von Wasserstoff erhöht, liegt eine Intoleranz vor.
Sorbit- und Fructoseintoleranz kommen häufig gemeinsam vor – dies sollte bei der Austestung bedacht werden.
Ein Gespräch mit einem Ernährungsberater sollte veranlasst werden, da dieser auch häufige praktische Tipps geben kann.
Meiden sorbitreicher Lebensmittel, anstelle dessen Konsum von sorbitarmen oder sorbitfreien Lebensmitteln wie Avocados, Bananen, Mangos, Kiwis, Wassermeloen, Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren, Grapefruits, Honigmelonen, Wassermelonen, Orangen, Erbsen, Kürbis, Karotten, Pastinake, Salate, Spinat, Mangold, Tomaten, Zucchini, Grünkohl etc.
Auch sollten Fertigprodukte und zuckerfreie- oder zuckerreduzierte Lebensmittel, Snacks oder Getränke gemieden werden, da diese wie oben erwähnt auch oft Sorbit enthalten.

Fructoseintoleranz – Wenn Fruchtzucker zur Belastung wird