Herzultraschall

Was ist ein Herzultraschall?

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens wird in der medizinischen Fachsprache auch Echocardiographie genannt. Mit dieser Untersuchung können die Herzklappen und deren Funktion, sowie Größe und Funktion des Herzens bzw. des Herzmuskels beurteilt werden.

Bei wem ist ein Herzultraschall sinnvoll?
Bei allen Patienten, die unter Schmerzen im Brustbereich, Luftnot, Leistungsminderung oder unter Herzstolpern bzw. Herzrythmusstörungen oder an Bluthochdruck leiden bringt der Herzultraschall sinnvolle Erkenntnisse. So ist bei Menschen mit Bluthochdruck der Herzmuskel verdickt – je höher der Blutdruck über einen längeren Zeitraum ist, desto dicker wird der Herzmuskel. Dies kann in weiterer Folge Nachteile in der Durchblutung des Herzens haben.

Wie läuft ein Herzultraschall ab?

Die Untersuchung dauert ca. 5-10 Minuten und ist harmlos und schmerzfrei. Man liegt dabei auf der linken Seite und hat die Arme über dem Kopf positioniert – so kann der Arzt mit dem Ultraschall am besten durch die Rippen hindurch auf das Herz sehen. Vor Beginn der Untersuchung werden am Rücken 3 Elektroden positioniert, damit der Herzzyklus während des Ultraschalls dargestellt werden kann. Dies ist wichtig, da beispielsweise der Herzmuskel je nachdem ob er gerade Blut in den Körper pumpt oder Blut vom Körper ansaugt unterschiedlich dick ist und es einen Unterschied macht, wann man diese misst. Die Normwerte sind hierauf standardisiert und ein gleichzeitiges EKG stellt sicher, dass die gemessenen Werte zum richtigen Zeitpunkt erhoben werden.
Wenn dies sichergestellt ist, wird links neben dem Brustbein mit der Untersuchung begonnen. Bevor der Ultraschallkopf auf der Haut positioniert wird, wird dieser noch mit Ultraschallgel auf Wasserbasis bedeckt. Würde der Schallkopf nämlich ohne Gel auf die Haut gehalten werden, würden die Ultraschallwellen durch die Luft zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert und es würden keine Ultraschallbilder zustande kommen. In weitere Folge geht es weiter nach links unter die Brust. Am Ende wird der Patient gebeten sich auf den Rücken zu legen, dann wird das Herz noch von unten (mittig unter dem Brustbein) beurteilt. Bei letzterem kann man beispielsweise am besten beurteilen, ob sich Flüssigkeit im Herzbeutel befindet – wie dies oft bei einer Herzmuskelentzündung oder Herzbeutelentzündung der Fall ist.

Was weiß man nach einem Herzultraschall bzw. was kann man bei einem Herzultraschall sehen?

Der große Vorteil eines Herzultraschalls ist, dass der Patient die Ergebnisse gleich mitgeteilt bekommt und nicht darauf warten muss.
Man kann feststellen, ob eine Herzmuskelschwäche, Herzvergrößerung, Herzmuskelverdickung, Herzbeutelerguss, Herzklappenverdickung, Herzklappenverengung oder eine Herzklappenfehlfunktion vorliegen. Des Weiteren kann man Bewegungsstörungen der einzelnen Herzwände feststellen und so Hinweise auf eine Minderdurchblutung (wie bei einer Koronaren Herzkrankheit und oder nach einem Herzinfarkt) feststellen und daraufhin notwendige Therapien und Folgeuntersuchungen veranlassen.

Was kann man bei einem Herzultraschall nicht sehen?

Die Herzkranzgefäße können mit dieser Untersuchung nicht dargestellt werden. Hierfür sind dann weitere Untersuchungen wie Coronar CT (Herzkranzgefäß CT) oder Coronarangiographie (Herzkatheteruntersuchung) notwendig.